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Heimat, wie wir sie kannten:

Idyllisches Ahrtal

Dernau während der Flut:

Flutmarken von 6 bis teilweise 9 Metern

Fünf Jahre nach der Flut: Wie ein Extremereignis Menschen,
Regionen und die Provinzial verändert hat

Die Kurzdokumentation „Die Flut“ stellt nicht Zahlen und Fakten in den Mittelpunkt, sondern die Menschen hinter der Katastrophe. Im Fokus stehen Betroffene aus dem Ahrtal, deren Leben sich in einer Nacht grundlegend verändert hat – und die zeigen, wie sie heute, fünf Jahre später, wieder leben, arbeiten und nach vorne blicken. Auch wenn „Bernd“ weit über das Ahrtal hinaus schwere Schäden vor allem im Südosten Nordrhein-Westfalens und im Norden von Rheinland-Pfalz verursacht hat, konzentriert sich der Film bewusst auf diese besonders betroffene Region. In fünf Kapiteln – Flut, Hilfe & Solidarität, Wiederaufbau, Erkenntnis, Zukunft – entstehen sehr persönliche Einblicke: ein Hotelier, der sein zerstörtes Traditionshaus wiedereröffnet eine Familie, die ihr 350 Jahre altes Gasthaus verliert, alles neu denken muss und mit dem „Gasthaus Sepp“ neu startet ein Winzer, der bürokratische Hürden und bauliche Herausforderungen meistert, um seinen Betrieb wieder aufzubauen. Ergänzt werden diese Geschichten durch die Perspektive eines Provinzial Geschäftsstellenleiters im Ahrtal und eines Sach-Schaden-Spezialisten aus dem Konzern. Sie zeigen, wie aus einer Flutnacht ein langfristiger Auftrag wurde: da sein, begleiten, erklären, absichern – und Vorsorge, insbesondere den Elementarschutz, konsequent in den Mittelpunkt stellen.

Christian Lindner

Hotelier Christian Lindner ist Inhaber des traditionsreichen Hotels „Aurora“ in Bad Neuenahr, das in der Flutnacht 2021 massiv zerstört wurde.
Heute, fünf Jahre später, ist das Hotel – mit erweitertem Wellnessbereich – wieder eröffnet. Er spricht über die dramatischen Stunden in der Nacht, die existenziellen Sorgen danach und die enorme Solidarität kurz nach der Flut. Ein wichtiger Moment war für ihn die frühe, persönliche Zusage seines Provinzial Geschäftsstellenleiters vor Ort, dass der Versicherungsschutz greift – der Startpunkt für einen langen, aber erfolgreichen Wiederaufbau.

Franziska Schnitzler

Franziska Schnitzler erzählt die Geschichte des Gasthauses „Kölner Hof“ in Dernau, das durch die Flut zerstört wurde. 
Kurz vor der Katastrophe haben sie die Elementarversicherung aus Kostengründen gekündigt – mit drastischen Konsequenzen für den Wiederaufbau. Franziska schildert die Ohnmacht, die überwältigende Hilfe durch Freundeskreise und freiwillige Helferinnen und Helfer und schließlich den Neustart mit dem „Gasthaus Sepp“. Heute ist sie umfassend gegen Elementarschäden bei der Provinzial versichert und blickt zuversichtlich auf ein wieder aufblühendes Ahrtal.

Markus Bertram

Winzer Markus Bertram steht für einen jungen Betrieb, der auch fünf Jahre nach der Flut noch mitten im Wiederaufbau steckt.
Sein Weingut lag direkt an der Ahr, eine Elementarversicherung bestand vor 2021 nicht – unter anderem wegen fehlender Aufklärung und Distanz zum damaligen Versicherer. Markus berichtet von bürokratischen Hürden, großer Unterstützung durch Gäste sowie seiner Vision eines modernisierten Dorfs und eines Weinguts, das bald wieder Menschen empfangen kann.

Sebastian Breidbach

Sebastian Breidbach schildert die Perspektive eines Geschäftsstellenleiters der Provinzial im Ahrtal.
Aus ihm ist in der Krise ein Kümmerer geworden: jemand, der zwischen Kundinnen und Kunden und Unternehmen vermittelt, bei komplexen Schäden begleitet und einfach bleibt – auch dann, wenn die erste Akutphase vorbei ist. Er berichtet, wie sich seine Beratungspraxis verändert hat: Elementarschutz und ganzheitliche Vorsorge sind heute Standardthemen, Risiken werden offen angesprochen. Für ihn steht die Flut vor allem für Heimatliebe, Tatkraft und Zusammenhalt – und für die Verantwortung, dauerhaft an der Seite der Menschen im Tal zu stehen.

Sebastian Linz

Sebastian Linz ist Hauptabteilungsleiter Sach Schaden Spezial & Regress und ordnet die Flutkatastrophe aus Sicht des Provinzial Konzerns ein.
Er beschreibt, wann ihm klar wurde, dass es sich um ein außergewöhnliches Schadenereignis handelt, welche Maßnahmen sofort getroffen wurden und welche Begegnungen ihn besonders geprägt haben. „Bernd“ bleibt für ihn ein Einschnitt: in der Dimension der Schäden, aber vor allem in der Bedeutung für die betroffenen Menschen vor Ort und für seine Kolleginnen und Kollegen. 

Das Ereignis „Bernd“

Fünf Jahre nach dem Starkregenereignis „Bernd“ und der anschließenden Flutkatastrophe erinnert der Provinzial Konzern an das bis heute größte Schadenereignis seiner 350-jährigen Unternehmensgeschichte. Die Folgen der Ereignisse vom Juli 2021 mit Schwerpunkt in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen prägen den Konzern bis heute. Das Tief „Bernd“ traf im Juli 2021 vor allem den Südosten Nordrhein-Westfalens sowie den Norden von Rheinland-Pfalz und wuchs sich als Flutkatastrophe vor allem im Ahrtal zur Tragödie aus. Über 180 Menschen verloren ihr Leben, allein im Ahrtal waren mehr als 130 Todesopfer zu beklagen. Innerhalb weniger Stunden wurden Häuser, Betriebe und ganze Orte zerstört oder schwer beschädigt. Viele Menschen galten vorübergehend als vermisst, Angehörige bangten teils tagelang um ihre Liebsten.

Schnelle Hilfe vor Ort

Die Provinzial setzte früh auf schnelle Hilfe und starke Präsenz vor Ort. Bereits Ende August 2021 waren rund 207 Millionen Euro an Entschädigungsleistungen ausgezahlt, obwohl das volle Ausmaß der Schäden noch nicht absehbar war. Bis Ende 2022 summierten sich die Leistungen auf rund 904 Millionen Euro. Viele Betroffene betonten, wie wichtig ihnen in dieser Ausnahmesituation Erreichbarkeit, persönliche Ansprechpartner und pragmatische Entscheidungen vor Ort waren. Durch ihre regionale Präsenz und Stärke konnte die Provinzial hier schnelle und wichtige Unterstützung leisten. Nicht nur über Hotlines, sondern mit Außendienstmitarbeitenden und Geschäftsstellenleitern, die die Menschen und ihre Situationen persönlich kennen.

Größtes Schadenereignis der Unternehmensgeschichte

Für den Provinzial Konzern markiert „Bernd“ einen Einschnitt ohne historisches Vorbild: Konzernweit wurden rund 42.000 Schäden gezählt, das Schadenvolumen liegt bei etwa 1,6 Milliarden Euro und ist damit das mit Abstand größte Einzelereignis der Unternehmens-geschichte. Rund 44,5 Prozent des gesamten Schadenaufwands entfielen allein auf den Landkreis Ahrweiler – eine enorme Konzentration auf einen vergleichsweise kleinen Raum. Zum Vergleich: Der Orkan „Kyrill“ verursachte 2007 im ehemaligen Provinzial NordWest Konzern ein Schadenvolumen von rund 380 Millionen Euro bei etwa 410.000 Schadenfällen. „Bernd“ lag mit rund 1,6 Milliarden Euro Gesamtschadenvolumen bei deutlich weniger Fällen damit etwa viermal höher und war in der Regulierung deutlich komplexer. Statt vieler reparierbarer Sturmschäden standen bei „Bernd“ Totalschäden und der Wiederaufbau ganzer Betriebe und Orte im Mittelpunkt. Eine Veränderung in der Schadenentwicklung, die durch den Klimawandel und damit verbundenen Extremereignissen zunehmen wird.

Elementarschutz: Zentrale Lehre aus der Katastrophe

Die Erfahrungen aus „Bernd“ fließen heute in die Risikobewertung und Ausrichtung des Provinzial Konzerns ein: durch genauere Gefahrenkarten, angepasste Produkte und klare Empfehlungen – wie beispielsweise schon beim Hausbau konkrete Präventionsmaßnahmen gegen Extremwettergefahren zu treffen. „Die Flut hat erneut deutlich gemacht, dass Starkregen, Hochwasser und andere Naturgefahren zu einem Kernrisiko der Schaden- und Unfallversicherung geworden sind – mit wachsender Bedeutung durch den Klimawandel. Elementarschutz ist daher mittlerweile fester Bestandteil unserer Beratung und unseres Portfolios. Zugleich wissen wir: Dauerhaft bezahlbaren Schutz gibt es nur, wenn Versicherung, Prävention und staatliche Verantwortung zusammen gedacht werden. Verbindliche Vorsorgemaßnahmen auf allen Ebenen und ein Standard-Elementarschutz mit Opt-Out sind für uns unverzichtbar. Nur so sichern wir die langfristige Versicherbarkeit von Naturgefahren für unsere Kundinnen und Kunden“, sagt Sabine Krummenerl, Vorständin Komposit im Provinzial Konzern. Um Versorgungslücken zu schließen, setzt die Provinzial – im Einklang mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) – auf eine Opt-Out-Lösung: Elementarschutz ist grundsätzlich vorgesehen und muss aktiv abgewählt werden. So wird Naturgefahrenschutz zum Regelfall und nicht zur Zusatzoption. Dies ist ein praktischer Schluss aus der Erfahrung, dass viele Betroffene vor „Bernd“ gar nicht wussten, wie wichtig dieser Baustein für ihr Haus ist. Bei Neuabschlüssen von Wohngebäude- und Hausratversicherungen wird systematisch geprüft, ob und wie Naturgefahren abgesichert werden können; bestehende Verträge werden auf mögliche Lücken hin überprüft. Auch bei gewerblichen Kundinnen und Kunden gehört die Frage nach der Elementardeckung inzwischen zum Standard.
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