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Dorfideen für die Zukunft gesucht

Ob eine ehrenamtlich geführte Gaststätte, ein Kleingartenverein, welcher zum Gartengespräch einlädt oder ein Seniorenwohnheim mit angekoppelter Kita: Kreative Ideen zur Stärkung des ländlichen Raums gibt es zahlreich in Westfalen. Das neue Projekt ‚Zukunft der Dörfer‘ sucht innovative Modelle, um Engagement vor Ort zu stärken, Mobilität zu fördern oder Begegnungsorte zu schaffen. „So sind bereits viele gute Ideen, Konzepte oder schon umgesetzte Projekte, etwa zum Naturschutz, zu Kulturangeboten, zur Mobilität im ländlichen Raum oder zur Umnutzung von Gebäuden vorhanden. Diese möchten wir aufgreifen, stärken und daraus Konzepte für gelingendes Engagement ableiten“, so Patrick Liste, stellvertretender Chefredakteur des Wochenblatts.

Langfristige Strukturverbesserungen

Der Westfälische Heimatbund und das Wochenblatt möchten diese zukunftsfähigen Projekte – sowohl in Planung befindliche als auch bereits umgesetzte – zusammentragen und anderen Engagierten als Impuls für die eigene lokale Arbeit mit auf den Weg geben. Dies soll ein Beitrag zur Arbeit an langfristigen Strukturverbesserungen sein. Zusätzlich sind neben den Reportagen und Berichten auch eine gut verständliche fachwissenschaftliche Einordnung sowie praxisnahe Hintergrundinformationen zur Vorbereitung und Durchführung von Dorfprojekten geplant.
Wie solche Dorfideen mit Zukunft aussehen können, zeigen die Projekte in Oberschledorn bei Medebach sowie in Hagen bei Sundern. In Oberschledorn ist ein Kultur- und Malzentrum (kurz: KUMA) entstanden, welches als modernes Dorfmuseum Platz für Ausstellungen, Kunst und ein Café in einem bietet. Mit viel Zeit, Liebe und Arbeit ist somit ein außerschulischer Lernort, Kreativwerkstatt sowie Treffpunkt für Jung und Alt entstanden. In Hagen wurde hingegen mit großer Eigeninitiative ein Radweg ins benachbarte Allendorf asphaltiert, eine alte Fabrik zu Wohnungen umgebaut und es konnte ein Lebensmittelladen im Dorf erhalten bleiben. Daneben wird aktiv das Gespräch zu der jungen Generation gesucht. Hierbei sollen Ideen gesammelt und diskutiert werden, die das Dorf auch für junge Menschen attraktiver machen, um der Landflucht entgegenzuwirken.

Wanderausstellung

Die besten Einsendungen des Projektes werden für eine kleine Wanderausstellung zusammengestellt. Die Beispiele werden zudem in einer Broschüre publiziert, die den Mitgliedern des Westfälischen Heimatbundes und der interessierten Leserschaft des Wochenblattes kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Zusätzlich ist eine digitale Publikation vorgesehen.

Unterstützer

Das Kooperationsprojekt wird von der NRW-Stiftung und der Westfälischen Provinzial unterstützt.  Schirmherrin ist die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Ursula Heinen-Esser.